Direkt zum Inhalt | Direkt zur Navigation

Fisch aus der Adria

Fisch aus der Adria

Der Heringsfische (pesce azzuro) ist wahrscheinlich der Fisch, der in der Adria am verbreitetsten ist, der billigste und vermutlich bei unseren Mahlzeiten am besten vertretene.

Der Name bezeichnet keine wissenschaftlich definierte Art, obwohl man gewöhnlich die Arten mit der typischen dunkelblauen Rückenfarbe und dem silbrigen Bauch "pesce azzurro" nennt. Dieser Fisch ist in der Adria sehr häufig und dadurch entschieden günstig. Er enthält "Omega-3-Fette", die den Pflanzenfetten ähnlich sind, ein wertvolles Nahrungsmittel für die Entwicklung des Gehirns und für den Schutz von Herz und Arterien.
Nach dem Kauf müssen die Heringsfische ausgenommen und gewaschen werden, bevor man sie in den Kühlschrank oder in die Kühltruhe legt. Im Kühlschrank sollte man sie möglichst in die mittleren Fächer legen, am besten in Lebensmittelfolie eingewickelt oder in einem geschlossenen Behälter, um zu vermeiden, dass die anderen Lebensmittel den Geruch annehmen. Sie können, wenn sie ganz frisch gekauft und sofort in die Kühltruhe gelegt werden, in geeigneten Beuteln zu Hause eingefroren werden; es empfiehlt sich aber nicht, sie mehr als drei Monate aufzubewahren.

 

Sehen wir uns nun die verschiedenen Arten von Heringsfischen an, die man leicht auf den Tresen der Fischhalle findet:

  • Acciuga oder alice (Sardelle)
    Klein, dünn, spindelförmig, an den Flanken und am Bauch silbrig, einer der häufigsten Fische. Jedes Exemplar kann bis zu 20 cm lang werden und wird fast das ganze Jahr über in Schlepp- und Ringnetzen gefangen.
  • Aguglia (Hornhecht)
    Sehr häufig an allen unseren Küsten, ein Wanderfisch von dunkelblauer oder –grauer Farbe, der eine Länge von 80 cm erreichen kann.
  • Alaccia (Maifisch)
    Der Körper ist bauchig und seitlich zusammengepresst, am Rücken blau und am Bauch weiß, er kann eine Länge von maximal 25 cm erreichen.
  • Cicerello (Mittelmeersandaal)
    Der Körper ist grünlichblau und an den Flanken silbrig und kann eine Länge von maximal 16-18 cm erreichen. Sein Fleisch ist sehr begehrt und kann auf verschiedene Arten zubereitet und auch zu Konserven verarbeitet werden.
  • Costardelle (Makrelenhecht)
    Klein (nicht mehr als 25 cm), langer, blaugrüner Körper, wird saisonweise gefischt.
  • Lampuga (Goldmakrele)
    Die Farbe ist silbergrau mit Stich ins Gelbe, die Flanken sind mit dunklen Flecken übersät. Der Fisch erreicht eine Länge zwischen 50 und 80 cm.
  • Lanzardo (Mittelmeermakrele)
    Ähnelt sehr der Makrele. Von grünlicher Farbe, mit großem Auge, kann eine Länge von 50 cm erreichen.
  • Pesce sciabola (Degenfisch)
    Dieser silbern glänzende Fisch wird mit "ciascioli" genannten Ringnetzen gefangen. Der Degenfisch darf nie roh gegessen werden.
  • Pesce spada (Schwertfisch)
    Eine wegen der charakteristischen Ausformung des Oberkiefers, der schwertförmig verlängert ist, seit der Antike bekannte Art. In unseren Meeren erreicht er eine maximale Länge von 3 m und ein Gewicht von 350 kg. Einer der Vorzüge des Schwertfischs besteht in seinem festen, weißen, zarten und gräten- und stachelfreien Fleisch.
  • Ricciola (Bernsteinfisch)
    Ein Raubfisch mit grauem, grünem oder braunem Rücken und weißlichem Bauch. Beliebter sind die kleinen Exemplare mit weißem Fleisch und wenigen Gräten.
  • Sardina (Sardine)
    Grünlichblau am Rücken und silbrig an den Flanken, Länge ca. 12-16 cm. Die Sardine wird das ganze Jahr gefischt. Ihre Frische erkennt man am Auge, das "lebendig" sein muss, und an den glänzenden Farben. Das Fleisch ist frisch und konserviert sehr schmackhaft, besonders das der Adria-Sardinen, die mehr Futter zur Verfügung haben und dadurch fetter sind und sich am besten zum Grillen eignen.
  • Sgombro (Makrele)
    Spindelförmiger, hydrodynamischer Körper von metallblauer Farbe auf dem Rücken, Länge 20 bis 40 cm. Sie hat weißes, zartes Fleisch, das frisch und eingesalzen sehr geschätzt wird.
  • Papalino oder saraghina (Sprotte)
    Nie über 17 cm lang, in der Adria sehr bekannt unter dem Namen saraghina. Das Fleisch ist ausgezeichnete, wenn es innerhalb von 24 Stunden nach dem Fang zubereitet wird.
  • Sugherello (Stöcker, Bastardmakrele)
    Die Länge liegt gewöhnlich zwischen 15 und 30 cm, wohlschmeckender sind aber die größeren Exemplare.
  • Tonno (Thunfisch)
    Ein Wanderfisch des offenen Meeres, der eine Geschwindigkeit von 70 km/h erreichen kann. Beim Kauf sollte man die Größe des Fisches kontrollieren, denn wenn er mehr als 40 kg wiegt, handelt es sich mit Sicherheit um den Roten Thunfisch. Das Bauchfleisch ist fettreicher und hat eine weichere Konsistenz als das Rückenfleisch. Das rote Muskelfleisch hat dagegen einen kräftigeren Geschmack.

Zu den Arten, die man am häufigsten in der Adria findet, gehören auch:

  • Pesce San Pietro (Petersfisch)
    Hoher, ovaler, seitlich zusammengedrückter Fisch mit großem Kopf; sein Unterscheidungsmerkmal ist die Rückenflosse, die lange Fäden und zahlreiche Stacheln aufweist. Dieser Fisch ist von goldgrauer Farbe mit gelber Äderung an den Flanken. Sein Fleisch ist köstlich, doch es muss immer ganz frisch sein; zur Kontrolle braucht man nur das Auge zu schauen, das vorstehen muss.
  • Rombo chiodato (Steinbutt)
    Ein platter, rautenförmiger, fast runder Fisch mit großem Maul und kleinen, spitzen Zähnen; die Augen befinden sich auf derselben Seite. Die Farbe kann von grün bis grau variieren, die maximale Länge beträgt einen Meter. Der Fisch liebt sandige Gründe, wo er Mollusken, Fische und Krustentiere fängt. Er wird mit Grundschleppnetzen gefangen; sein wohlschmeckendes Fleisch wird immer häufiger verlangt.
  • Sogliola (Seezunge)
    Ein Plattfisch von ovaler Form und kleinem Kopf, die Oberseite ist braun mit zerstreuten Flecken, so dass er sich dem Meeresgrund, auf dem er lebt, bestens anpasst. Unsere Seezungen sind sehr begehrt, weil sie dank guter Ernährung sehr weiches und schmackhaftes Fleisch besitzen.
  • Spigola (Seebarsch)
    Dunkler Rücken, weißer Bauch und silbrige Flanken, erreicht normalerweise eine Länge von 50 cm. Wird besonders in der oberen Adria gefischt. Seebarsche haben eine natürliche Ernährung und werden gefangen, wenn sie zur Fortpflanzung ins Meer zurückkehren.
  • Triglia (Seebarbe)
    Unterscheidet sich von anderen Fischen durch die lebhate rote Farbe und hat eine Länge zwischen 12 und 18 cm, ein sehr begehrter Fisch, vor allem für die Zubereitung des "brodetto alla cervese" (Fischsuppe).<
  • Cefalo (Meeräsche)
    Ein Fisch mit spindelförmigem Körper und dunkelgrauer Farbe mit blaugrünen Reflexen, der eine Länge von 60 cm erreichen kann. Sein Fleisch ist sehr geschätzt, zu den besten Zubereitungsarten gehört das Grillen und das Backen im Ofen.

    Entnommen den Heften des Ministeriums für Landwirtschaft und Forsten – Abteilung Marktpolitik, Generaldirektion Fischerei und Aquakultur
Chiudi menu
Touristische Infos